Zwiesprache

Performance im Rahmen der Ausstellung „Schwerpunkte und Leichtlinien“ am 20.4.2012 von Katharina Kastl und Franziska Hübner

Katharina

Katharina Kastl

Wie funktioniert Kommunikation? Wenn man sich mit dieser Frage beschäftigt, kommt man nicht an der Einsicht vorbei, dass es bei der Kommunikation zwischen zwei Menschen fast gar nicht um die gesamten Worte geht. So weist Schultz von Thun in seinem Vier-Seiten-Modell der Kommunikation darauf hin, dass in jeder Äußerung immer auch eine Selbstaussage, ein Appell an das Gegenüber und eine Aussage über die Beziehung von Sender und Empfänger inhärent ist. Das bedeutet, dass das, was wir aussprechen, entweder ein Bruchteil, ein Deckmantel oder sogar ein Widerspruch zum eigentlich Gemeinten ist.

Franziska

Franziska Hübner

Also wollten wir uns um eine ehrlichere, offenere Kommunikation bemühen, indem wir auf die Worte verzichteten und unsere Botschaften in Bildern verschlüsselten, die vor allem die Beziehungsebene der Kommunikation deutlich hervorhoben.

Anstatt Worte nutzten wir einen Koffer, mit welchen wir unsere „Botschaften“ sendeten, veränderten und zurücktrugen. So füllte Katharina den Koffer mit Erde aus ihren Stiefeln, trug ihn zu mir, die ihre nackten Füße in die Erde aus dem Koffer pflanzte.

Die Zuschauer wurden Zeugen einer Zwiesprache, die ohne Worte auskam, sich dafür umso beredter Bilder bediente.

Blog4

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Roman Brünig

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